1. Kultur
Kultur ist für alle Menschen in Nürnberg wichtig.
Wenn wir Kultur machen, lernen wir uns gegenseitig besser kennen.
Wir können uns dann besser verstehen und austauschen.
Bei der Kultur sollen alle mitmachen können.
Die Stadt soll sich um Kultur-Projekte kümmern.
Kultur-Projekte müssen geschützt werden.
Kultur-Projekte brauchen mehr Unterstützung.
Freie Kultur bedeutet: Künstler*innen arbeiten nicht für die Stadt.
Sie werden nicht von der Stadt bezahlt.
Sie machen Musik, Theater, Bilder oder andere Dinge.
Diese Künstler*innen brauchen oft Geld für ihre Kunst-Projekte.
Deshalb fragen sie bei der Stadt nach Geld.
Dazu schreiben Sie so genannte "Förder-Anträge".
Wenn die Stadt ihnen Geld gibt, heißt das Kultur-Förderung.
Hier sind unsere Forderungen zum Thema Kultur:
1.1 Kultur-Förderung stärken
Die Stadt soll mehr Geld für Kultur-Förderung ausgeben.
Besonders kleine Projekte von Bürger*innen sollen mehr Geld bekommen.
1.2 Selbst-Organisation fördern
Kleine Gruppen, die selber Kultur machen, haben viel Büro-Arbeit.
Zum Beispiel müssen sie Förder-Anträge schreiben.
Oder Pläne für Veranstaltungen machen.
Für die Büro-Arbeit brauchen sie Leute.
Zur Zeit arbeiten diese Leute oft ehrenamtlich.
Ehrenamtlich bedeutet: Sie kriegen kein Geld fürs Arbeiten.
Die Stadt soll Geld dafür geben, also mehr Kultur-Förderung.
Dann können die Leute für Ihre Arbeit gerecht bezahlt werden.
Dadurch wird es leichter, Kultur selbst zu machen.
1.3 Klare Regeln
Es soll einfacher sein, Geld für Kultur zu beantragen.
Es soll öfter im Jahr Termine für Anträge geben.
Alle Infos sollen einfacher im Internet stehen.
1.4 Reden auf Augenhöhe
Die Stadt-Verwaltung und die freien Künstler*innen sollen sich regelmäßig treffen.
Dann können sie über die Probleme beim Kultur-Machen sprechen.
So können Probleme schneller gelöst werden.
1.5 Platz für Kultur
Es braucht mehr Orte für Kultur, auch in der Innenstadt.
Regeln für laute Musik und Sperrzeiten sollen lockerer werden.
Sperrzeiten sind feste Zeiten.
In diesen Zeiten müssen Bars und Clubs schließen.
Dann dürfen keine Gäste mehr bleiben.
1.6 Mitmachen für alle (Inklusion)
Alle Menschen sollen bei Kultur-Projekten mitmachen können.
Die Kultur in der Stadt soll barriere-frei werden.
Das heißt, auch Menschen mit Behinderungen können mitmachen.
Dafür soll die Stadt einen Plan machen.
Es soll Awareness-Teams geben.
Awareness-Teams sind Leute, die bei Veranstaltungen auf alle aufpassen.
Niemand darf schlecht behandelt werden!
2. Stadt-Gestaltung & Mobilität
Wir wollen, dass Nürnberg mehr Grün hat.
Wir wünschen uns mehr Bäume und Wiesen.
In der Stadt sollen weniger Autos fahren.
So gibt es mehr Platz für die Menschen.
Die Stadt soll für alle Menschen sicher sein.
Alle Menschen sollen gut in der Stadt leben können.
Menschen sollen sich in Nürnberg wohlfühlen.
Hier sind unsere Forderungen zum Thema Stadtgestaltung & Mobilität:
2.1 Fußwege und Radverkehr
Mehr Menschen sollen zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren können.
Das ist gut für das Klima.
Es soll mehr breite und sichere Wege für Fahrräder und Fußgänger*innen geben.
Ampeln sollen für Fahrräder und Fußgänger*innen länger grün sein.
Dann kommen sie schneller ans Ziel.
Gehwege sollen barriere-frei sein.
Das heißt: alle Menschen können sie benutzen, z.B. auch Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen.
Die Stadt hat schon vor fünf Jahren einen Plan dafür gemacht.
Sie hat sich aber nicht an ihren eigenen Plan gehalten.
Die Stadt soll sich an ihren Plan halten.
Das bedeutet: Sie muss die Straßen sicherer und besser für Fußgänger*innen und Rad-Fahrer*innen machen.
2.2 Bus und Bahn stärken
Alle Menschen sollen mit dem Bus oder der Bahn fahren können.
Busse und Bahnen sollen öfter fahren.
Sie müssen weniger kosten.
Busse und Bahnen sollen eigene Fahr-Streifen bekommen.
Das heißt, sie teilen sich nicht einen Streifen mit anderen Autos.
So kommen sie schneller ans Ziel.
Jede Person soll an jeder Haltestelle ein- und aussteigen können.
Das gilt auch für Menschen mit Behinderungen.
Alle Haltestellen sollen barriere-frei sein.
Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen können sie dann auch benutzen.
2.3 Klimafestes Nürnberg
In Nürnberg gibt es viel Beton.
Beton speichert Hitze.
Darum wird es sehr heiß in der Stadt.
Außerdem kann Beton kein Wasser aufnehmen.
Wir brauchen mehr Bäume und Wiesen.
Wir wollen weniger Beton.
Das hilft gegen die Hitze.
Regen-Wasser soll im Boden versickern können.
Das hilft gegen Überschwemmungen.
Die Stadt soll sich mehr darum kümmern.
2.4 Franken-Schnell-Weg-Ausbau stoppen
Die Stadt Nürnberg will einen Auto-Tunnel für den Franken-Schnell-Weg bauen.
Der Franken-Schnell-Weg ist eine Auto-Bahn, die mitten durch Nürnberg läuft.
Durch den Auto-Tunnel fahren mehr Autos durch die Stadt.
Dadurch wird die Luft verschmutzt und ungesund.
Das ist schlecht für das Klima und die Menschen.
Es ist außerdem gefährlich.
Wir wollen den Auto-Tunnel nicht.
Der Tunnel kostet viel Geld und verschmutzt die Umwelt.
Wir wollen dort lieber einen Park oder einen Kanal mit Wasser bauen.
2.5 Mieten-Stopp und Super-Block
Ein Super-Block ist ein besonderer Bereich in einer Stadt.
In einem Super-Block fahren nur wenige Autos.
Die Straßen im Super-Block sind für Menschen gemacht.
Das heißt: Es ist dort zu Fuß sicher und schön.
Viele haben Angst: Wenn eine Wohngegend schöner wird, dann steigen die Mieten.
Die Menschen, die dort wohnen, können teure Mieten aber nicht bezahlen.
Deswegen dürfen die Mieten nicht steigen.
Dafür soll die Stadt Regeln aufstellen.
Alle sollen sich an die Regeln halten.
2.6 Orte für Alle und Wohnprojekte fördern
Nürnberg soll mehr Orte für alle Menschen haben.
Es soll Orte für Kultur geben.
Es soll Orte geben für Treffen und Zusammen-Sein.
Zum Beispiel Gärten, die für alle Leute da sind.
Diese Orte sollen konsum-frei sein.
Das bedeutet: Man muss kein Geld ausgeben, um mitzumachen.
Die Stadt Nürnberg soll solche Orte selbst schaffen.
Oder sie soll Menschen belohnen, wenn sie Räume für Alle aufmachen.
Nürnberg soll auch neue Wohnprojekte unterstützen.
Wohnprojekte sind zum Beispiel Wagen-Plätze oder Haus-Gemeinschaften.
In solchen Wohn-Projekten können Gruppen von Menschen günstig zusammen-wohnen.
Die Stadt soll ihnen mit günstigen Grundstücken helfen.
Die Stadt soll ihnen Geld leihen.
2.7 Mehr Platz und Sicherheit in der Stadt
Sehr viele Autos stehen und fahren überall in der Stadt.
Das ist schlecht für alle: Es gibt Lärm.
Die Luft wird schmutzig.
Es passieren Unfälle.
Das ist gefährlich.
Die Autos in der Stadt brauchen sehr viel Platz.
Dieser Platz fehlt den Menschen.
Der Platz fehlt zum Beispiel Fußgänger*innen und Fahrrad-Fahrer*innen.
Der Platz fehlt auch Menschen, die Rollstuhl fahren.
Das ist nicht gerecht.
Deshalb wollen wir den Platz gerechter aufteilen.
Zum Beispiel: Weniger Parkplätze.
Damit es mehr Platz für Bäume und Parks gibt.
Damit sich Menschen besser draußen treffen können.
Damit die Straßen sicherer werden.
In der Mitte der Stadt soll überall Tempo 30 gelten.
In der Alt-Stadt sollen keine Autos mehr fahren.
Das hilft gegen Unfälle.
Die Straßen vor Schulen sollen sicher sein.
Vor Schulen soll es keine Autos geben.
Das ist besonders wichtig für Kinder.
Parken in der Stadt soll nicht mehr kostenlos sein.
Wer dort wohnt, darf einen Parkausweis bekommen.
Dadurch bekommt die Stadt mehr Geld.
Mit dem Geld können wir die Stadt schöner machen.
Am Stadtrand soll es mehr Parkplätze für Autos geben.
Dort kann man dann in den Bus oder die Bahn steigen.
2.8 Leere Häuser sollen benutzt werden
In der Stadt brauchen Menschen Räume.
In diesen Räumen können Menschen wohnen oder ihre Ideen verwirklichen.
Viele Gebäude in der Stadt stehen leer.
Viele Baustellen werden gebaut, aber dann jahrelang nicht fertig gemacht.
Manche Haus-Eigentümer*innen lassen ihre Häuser viele Jahre leer.
Das zeigt: Sie brauchen die Häuser eigentlich nicht.
Die Stadt kann Strafen oder Fristen geben.
Zur Not kann die Stadt das Gebäude wegnehmen.
Dann können dort Menschen wieder wohnen oder sich treffen.
Die Stadt muss sich darum kümmern.
Häuser dürfen nicht absichtlich lange leer stehen.
In leeren Häusern sollen Menschen wohnen oder Kultur machen dürfen.
2.9 Stadt für alle
Die Menschen wollen gemeinsam über ihren Stadt-Teil bestimmen.
Sie wollen mitentscheiden und Verantwortung übernehmen.
Deshalb müssen Sie bei der Stadt-Planung mitmachen dürfen.
Die Bürger*innen sollen über eine Internet-Seite direkt mitbestimmen, wie ihre Wohn-Gegend aussieht.
Alle können dort ihre Meinung sagen.
Der Stadt-Rat muss die Meinungen ernst nehmen und beachten.
Wenn alle gemeinsam Lösungen finden, ist die Stadt gerechter.
Die Stadt-Planung passt dann besser zu den Menschen, die dort leben.
2.10 Stadt der kurzen Wege
Die Menschen sollen schnell zu wichtigen Orten kommen.
Sie sollen dafür kein Auto brauchen.
Wichtige Orte sind zum Beispiel: Der Supermarkt, Die Schule, Die Arbeit, Die Arzt-Praxis, Spiel-Plätze und Parks.
Die Stadt kann Regeln machen, damit Wohnen, Arbeiten und Freizeit näher zusammen sind.
Zum Beispiel: Wohnungen und Läden sollen in einem Haus sein.
Dadurch kann man leichter zu Fuß durch den Tag kommen.
2.11 Park-Haus - Ein Zukunfts-Ort
Wir wollen das Parkhaus in der Adlerstraße anders nutzen.
Es soll ein Haus für Kultur und Gemeinschaft sein.
Dort können auch Menschen zusammen-kommen.
Dabei müssen sie nicht einmal Geld ausgeben.
3. Vergesellschaftung
Vergesellschaftung bedeutet: Etwas gehört allen und nicht nur einer Person.
Manche Dinge sind sehr wichtig für uns alle.
Zum Beispiel: Wasser, Strom, Bus und Bahn.
Diese Dinge sollen allen Menschen gehören.
Einzelne Personen dürfen damit kein Geld verdienen.
Niemand soll sich daran bereichern.
Hier sind unsere Forderungen zum Thema Vergesellschaftung:
3.1 Bezahlbaren Wohnraum schützen
Wohnungen sollen nicht leer stehen oder zu teuer vermietet werden.
Darum muss sich die Stadt kümmern.
Die Stadt besitzt bereits viele Häuser und Grundstücke.
Die soll die Stadt nicht an reiche Firmen verkaufen.
3.2 Vergesellschaftung im Stadtrat verankern
Es ist wichtiger, dass es allen Menschen gut geht.
Nicht dass ein paar Menschen ganz viel haben.
Vergesellschaftung kann dabei helfen.
Dann gehören zum Beispiel Firmen nicht einzelnen Menschen.
Sie gehören stattdessen der Gemeinschaft.
Der Stadt-Rat sollte darüber öfter reden.
3.3 Der ehemalige Kaufhof als Sorge-Zentrum
Das leere Kaufhof-Gebäude mitten in der Stadt soll ein Ort für alle werden.
Dort soll es Kitas, Ärzt*innen, Hilfe und Kultur geben.
Zum Beispiel Menschen ohne Wohnung, ohne Essen oder Menschen mit Sucht-Problemen können hier Hilfe bekommen.
4. Feminismus
Alle Menschen sind gleich.
Alle Menschen sollen die gleichen Rechte und Chancen haben.
Das ist wichtig.
Wir wollen, dass niemand Gewalt erleben muss.
Gewalt bedeutet: jemand wird verletzt oder schlecht behandelt.
Wir kämpfen für Selbstbestimmung.
Selbstbestimmung heißt: Jeder Mensch entscheidet selbst über das eigene Leben.
Diese Dinge sind sehr wichtig.
Alle Menschen sollen sicher und frei leben.
Leider sind aber nicht alle Menschen gleich frei.
Vor allem Frauen erleben mehr Gewalt.
Feminismus heißt: Besonders für die gleichen Rechte von Frauen zu kämpfen.
Hier sind unsere Forderungen zum Thema Feminismus:
4.1 Feministisches Zentrum
Wir wollen ein Haus nur für Frauen.
Das Haus soll auch für benachteiligte Gruppen sein.
Zum Beispiel für FLINTA*-Personen.
FLINTA* bedeutet: Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und a-gender Menschen.
Sie können dort miteinander sprechen und sich helfen.
Wir möchten, dass die Stadt Geld für dieses Haus gibt.
4.2 Sicherheits-Konzept
Besonders FLINTA*-Personen fühlen sich nachts nicht sicher in der Stadt.
Für sie soll es Taxi-Gutscheine für einen sicheren Heimweg geben.
Mitarbeiter*innen in Bars und bei der Stadt sollen lernen, wie man Menschen vor Belästigung schützt.
4.3 Gleichstellungsaktions-Plan ausweiten
Die Stadt muss viel mehr machen.
Es darf keine Gewalt an Frauen geben.
Es darf auch keine Gewalt an queeren Menschen geben.
Queere Menschen sind zum Beispiel: Lesben, Schwule, non-binäre oder trans Personen.
Dafür hat der Stadt-Rat schon einen Plan gemacht.
In dem Plan fehlen aber viele wichtige Dinge.
Die Stadt soll ihren Plan besser machen.
Die Stadt soll sich an ihren Plan halten.
4.4 Gedenk-Ort für Femizide
Femizid bedeutet: Ein Mann tötet eine Frau, weil sie eine Frau ist.
Leider sterben so immer noch viele Frauen.
An diese Frauen soll erinnert werden.
Dafür soll es einen besonderen Platz in der Stadt geben.
Dieser Platz macht die Gewalt gegen Frauen sichtbar.
Das ist wichtig, damit es irgendwann weniger Gewalt gibt.
4.5 Übernahme finanzieller Verantwortung
Es gibt in Nürnberg Vereine und Beratungsstellen für Frauen.
Die Stadt soll diesen Vereinen und Beratungsstellen Geld geben.
Das soll die Stadt nicht nur für ein Jahr machen.
Die Stadt soll das Geld jedes Jahr wieder geben.
So kann es die Vereine und Beratungsstellen lange geben.
4.6 Stadt-Planung für Alle
Viele Menschen haben in der Stadt Nachteile.
Zum Beispiel Menschen mit Behinderung, Menschen mit Rollstuhl, Menschen mit Kindern und Kinderwagen.
Sie können zum Beispiel Geh-Wege und Verkehrsmittel nicht gut nutzen.
Straßen, Parks oder der Verkehr müssen für diese Menschen besser werden.
Die Stadt soll dafür Pläne machen.
5. Zusammen-Leben in Nürnberg
Wir sehen unsere Stadt wie eine große Gemeinschaft.
Eine Gemeinschaft ist eine Gruppe von Menschen.
Alle Menschen gehören dazu.
Jeder Mensch kann überall mitmachen.
Niemand soll ausgeschlossen werden.
Es ist egal, wie viel Geld ein Mensch hat.
Alle Menschen dürfen bei allem dabei sein.
Das ist wichtig für ein gutes Miteinander.
Hier sind unsere Forderungen zum Thema Zusammenleben:
5.1 Klare Haltung gegen Rechts
Die Stadt muss etwas gegen rechts-extreme Gruppen tun.
Rechts-Extreme denken, dass manche Menschen weniger wert sind.
Zum Beispiel: Weil sie eine andere Haut-Farbe haben.
Oder weil sie aus einem anderen Land kommen.
Das nennt man auch "Rassismus".
Deswegen behandeln Rechts-Extreme manche Menschen schlechter.
Die Stadt soll sagen: Wir wollen keinen Rassismus!
Projekte gegen Rassismus müssen mehr Geld bekommen.
5.2 Wohn-Geld und Teilhabe
Manche Menschen können ihre Miete nicht ganz zahlen.
Die Stadt kann ihnen dann Geld für ihre Miete geben.
Das nennt die Stadt Wohn-Geld.
Leider dauert das oft sehr lange.
Die Stadt soll das Geld für die Miete viel schneller bezahlen.
Dazu muss sie mehr Leute anstellen, die sich darum kümmern.
Kinder aus ärmeren Familien haben manchmal nicht genug Geld für Essen oder Ausflüge.
Auch ihnen soll die Stadt schneller Geld geben.
5.3 Raum für junges Leben
Für Kinder und Jugendliche gibt es nicht viele Orte in der Stadt.
Für sie soll es in jedem Stadt-Teil kostenlose Treffpunkte und Spielplätze geben.
5.4 Hilfe statt Hürden in der Ausländer-Behörde
Menschen ziehen aus anderen Ländern nach Deutschland.
In Deutschland müssen sie zu der Ausländer-Behörde gehen.
Nur dann dürfen sie auch in Deutschland bleiben und arbeiten.
Aber die Ausländer-Behörde braucht oft sehr lange.
Dann warten die Menschen monatelang auf einen Termin.
Die Ausländer-Behörde muss schneller arbeiten.
Dafür braucht sie mehr Mitarbeiter*innen.
Die Beratung dort soll außerdem freundlich sein.
5.5 Soziale Begegnungsräume fördern
In Nürnberg gibt es Orte für alle.
Zum Beispiel: Nachbarschaftsgärten oder offene Werkstätten.
In Nachbarschafts-Gärten kann man gemeinsam gärtnern.
In offenen Werkstätten kann man zum Beispiel kostenlos ein Fahrrad reparieren.
Diese Orte sind wichtig für das Miteinander.
Die Stadt soll dafür mehr Räume und Geld geben.
6. Drogen-Politik & Vorsorge
Drogen können verschiedene Formen haben: Zum Beispiel Pillen, Pulver oder Flüssigkeiten.
Die können Menschen einnehmen.
Auch Alkohol ist zum Beispiel eine Droge.
Sie verändern den Körper oder den Geist.
Sie schaden aber der Gesundheit.
Viele Menschen nehmen Drogen.
Manche sind süchtig nach Drogen.
Sucht ist eine Erkrankung.
Bestrafung hilft deshalb diesen Menschen nicht.
Davon hört ihre Sucht nicht auf.
Wir wollen Menschen unterstützen, die süchtig sind.
Damit sie gut und gesund leben können.
Hier sind unsere Forderungen zum Thema Drogenpolitik:
6.1 Weniger Gesundheitsrisiken
Für manche Drogen benutzen Menschen Spritzen.
Die Spritzen sind leider oft nicht sauber.
Das ist gefährlich: Dadurch werden die Leute schnell krank.
Es soll sichere Orte für Drogen-Konsum und saubere Spritzen geben.
Das schützt die Gesundheit der Menschen und rettet Leben.
6.2 Hilfe, Beratung und Therapie
Süchtige Menschen können in Beratungsstellen Hilfe bekommen.
Zum Beispiel Aufklärung über die Risiken von Drogen.
Oder wie sie weniger riskant konsumieren können.
Und wie sie mit ihrer Sucht gut leben können und gesund bleiben.
Beratungsstellen für Süchtige brauchen genug Geld und Mitarbeiter*innen.
Dafür muss die Stadt mehr Geld ausgeben.
Viele Süchtige bekommen momentan nicht genug Hilfe.
Es geht ihnen nicht gut.
Sie müssen dann oft ins Krankenhaus.
Die Stadt muss für ihre Gesundheit mehr Geld ausgeben.
Zum Beispiel für die Zeit in einem Krankenhaus.
Oder wegen Folge-Erkrankungen.
Bessere Beratungs-Stellen sind für die Stadt also günstiger.
6.3 Rück-Sicht auf unter-schiedliche Geschlechter
Im Moment gibt es vor allem für Männer Hilfe bei Drogen-Problemen.
Wir wollen auch Frauen helfen.
Und wir wollen Menschen helfen, die kein Mann und keine Frau sind.
Sie brauchen eigene Räume.
In diesen Räumen sind sie sicher.
Die Stadt muss diese Räume einrichten und Geld dafür ausgeben.
6.4 Früh über Gesundheit sprechen
Gesundheit ist wichtig.
Wer gesund ist, wird seltener süchtig.
Viele süchtige Menschen haben erst andere Erkrankungen.
Oft psychische.
Sie werden häufig übersehen.
Oder sie haben Gewalt erlebt.
Und konnten nicht darüber sprechen.
Kinder und Jugendliche sollen schon früh darüber lernen.
Dann sind sie auch als Erwachsene gesünder.
Dafür braucht es gute Programme in Kitas und Schulen.
6.5 Keine Vor-Urteile
Menschen mit Drogen-Problemen sollen nicht bestraft werden.
Sie brauchen gute Alternativen.
Um gut leben zu können.
Die Polizei soll Menschen nicht ohne Grund kontrollieren.
Die Polizei soll Menschen mit Drogen-Problemen nicht wegschicken.
Es soll Orte geben, an denen diese Menschen Hilfe bekommen.
Wenn sie Hilfe möchten.
Und an denen sie sein können.
Sie haben die Entscheidung über sich.
Und ihren Körper.
7. Bildung
Bildung bedeutet: Wir lernen neue Dinge.
Alle Menschen sollen gleich viel lernen können.
Mit guter Bildung hat man mehr Möglichkeiten.
Man entscheidet selbst, was man machen möchte.
Deswegen ist gute Bildung für alle sehr wichtig.
Hier sind unsere Forderungen zum Thema Bildung:
7.1 Innerstädtischer Schüler*innen-Austausch
Wir wollen Jugendliche aus verschiedenen Schulen zusammen-bringen.
Alle machen gemeinsame Projekte.
Das heißt: Sie arbeiten zusammen an einer Aufgabe.
Das hilft: Die Jugendlichen lernen sich kennen.
Sie bauen Vorurteile ab.
Vorurteile sind schlechte Meinungen über andere Menschen, ohne sie richtig zu kennen.
7.2 Bildung gegen Aus-Grenzung
Alle Schulen sollen über Rassismus und Diskriminierung sprechen.
Diskriminierung bedeutet: Menschen glauben, bestimmte andere Menschen sind weniger wert-voll.
Zum Beispiel weil sie eine andere Religion oder Haut-Farbe oder eine Behinderung haben.
Manche Menschen behandeln sie deswegen unfair.
Wirklich alle Schulen in Nürnberg müssen über Rassismus und Diskriminierung sprechen.
Das bedeutet: Jede Schule ist dabei.
Es gibt keine Ausnahmen.
Das Hilft gegen Vorurteile.
7.3 Mehr Kultur-Service
Nicht alle Familien haben Geld für das Museum oder das Theater.
Jedes Kind soll kostenlos ins Museum gehen können.
Jedes Kind soll auch kostenlos ins Theater gehen können.
Die Stadt muss dafür mehr Geld bezahlen.
Nur so können alle Kinder ins Museum oder ins Theater gehen.


