Bandennews #03/2026 – Wahlspecial – Feminismus
Hallo liebe Bande!
Am 08. März 2026 sind wieder Kommunalwahlen. Dort wird entschieden, wie unsere Stadt in Zukunft aussehen soll. Wir wollen mit vier Sitzen Fraktionsstärke erreichen – für mehr Freiräume, Mut, Nachhaltigkeit und Miteinander. Und für mehr Einfluss an den wichtigen Entscheidungsstellen.
In den kommenden Wochen stellen wir euch Auszüge aus unseren Themenschwerpunkten, einige Kandidat*innen und deren Gedanken vor. Heute mit dem Themenschwerpunkt Feminismus.
Feminismus ist Grundlage für eine solidarische Gesellschaft.
Feminismus bedeutet für die politbande eine gerechte Verteilung und mehr Selbstbestimmung für alle sowie die Befreiung von gesellschaftlichen Erwartungen hinsichtlich Geschlecht und Sexualität.
Feminismus ist kein Lifestyle, Feminismus ist eine grundlegende Komponente einer gemeinschaftlichen und zukunftsweisenden Gesellschaft. Feminismus steht für Solidarität und nicht für den Fortschritt Einzelner.
Wir glauben Betroffenen von sexualisierter Gewalt und setzen uns dafür ein, dass Täter*innen zur Rechenschaft gezogen werden.
Wir fördern die feministische Bildung und den Diskurs und setzen uns dafür ein, dass feministische Anlaufstellen und Schutzräume für FLINTA*-Personen in Nürnberg gestärkt werden und ihre Arbeit dem Bedarf entsprechend ausbauen können.
Alle Forderungen zum Thema Feminismus findet ihr hier:
https://www.politbande.de/forderungen/
Was bedeutet Feminismus für die politbande?
Für uns ist Feminismus die Grundlage für eine solidarische Gesellschaft. Er steht für gerechte Verteilung, Selbstbestimmung und die Befreiung von gesellschaftlichen Erwartungen rund um Geschlecht und Sexualität. Feminismus ist eine wesentliche Säule einer gemeinschaftlichen und zukunftsorientierten Gesellschaft. Für die politbande bedeutet das: Wir stehen an der Seite von Betroffenen sexualisierter Gewalt, fördern feministische Bildung sowie Schutzräume und Anlaufstellen für FLINTA-Personen in Nürnberg.
Was bräuchte es für dauerhafte Räume & Strukturen?
Für dauerhafte und wirksame feministische Räume braucht es ein selbstverwaltetes feministisches Zentrum in Nürnberg, das von der Stadt langfristig finanziert wird. Nur mit verlässlicher, transparenter und flächendeckender Unterstützung können feministische Initiativen, Vereine und Schutzräume für FLINTA*-Personen ihre Arbeit auf Dauer sichern, qualifiziertes Personal halten und bedarfsgerechte Angebote bereitstellen.
Wir fordern darüber hinaus, dass die Stadt Nürnberg Verantwortung übernimmt, durch:
- flächendeckende finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung des Gewalthilfegesetzes,
- sichere, langfristige und transparente Förderung feministischer Initiativen,
- Priorisierung von Mitteln im Gleichstellungs- und queeren Aktionsplan und eine
- kooperative Haltung gegenüber bestehenden und neuen Initiativen.
(Queer-)feministische Vereine, Beratungsstellen und Initiativen leisten unverzichtbare Arbeit für ein gleichberechtigtes Leben in Nürnberg – doch ihre Finanzierung ist oft unsicher, befristet oder kaum planbar. Das erschwert es, qualifiziertes Personal zu halten, Angebote dauerhaft zu etablieren und verlässliche Unterstützung zu gewährleisten. Das geplante Gewalthilfegesetz des Bundes deckt viele Bedarfe nicht ab, etwa Mittel für Fachkräfte oder Hilfen für Kinder und Jugendliche.
Wie kann Nürnberg so gestaltet werden, dass es für FLINTA* Personen sicher ist?
Nürnberg braucht ein umfassendes städtisches Sicherheitskonzept, das die spezifischen Risiken und Erfahrungen von Frauen, Lesben, inter, nicht-binären, trans und agender Personen berücksichtigt. Dazu gehören Taxigutscheine für sichere Heimwege, Awareness-Schulungen für Club- und Barpersonal sowie verpflichtende Fortbildungen für städtische Mitarbeitende. Öffentliche Räume, Straßen, Parks, Verkehrsmittel und Nachtclubs müssen barrierefrei, gut beleuchtet und sicher gestaltet werden. Schutzräume sollten ausgebaut und durch feministische Initiativen koordiniert werden, inklusive präventiver Angebote für Bildungseinrichtungen. Zudem braucht die Stadt einen öffentlichen Gedenkort für Femizide, der Gewalt sichtbar macht, Opfer würdigt und gesellschaftliche Verantwortung benennt.
Warum ist der 8. März so ein wichtiger Tag?
Der 8. März erinnert daran, dass Gleichstellung kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist. Er macht sichtbar, dass Frauen, FLINTA*-Personen und marginalisierte Gruppen noch immer täglich mit Diskriminierung, Gewalt und strukturellen Benachteiligungen konfrontiert sind. Dieser Tag steht für Solidarität, Sichtbarkeit und den Einsatz für Schutzräume, Bildung, sichere öffentliche Räume und gerechte Ressourcen – all das, wofür wir als politbande gemeinsam mit unseren Freund*innen aus den feministischen Initiativen kämpfen.
In diesem Jahr plant die politbande Aktionen rund um das Thema „Selbstbestimmung“. Selbstbestimmung bedeutet, dass jede Person die Freiheit hat, über das eigene Leben, den eigenen Körper, die eigene Sexualität und ihre Entscheidungen zu bestimmen – frei von gesellschaftlichen Zwängen, Rollenbildern oder patriarchalen Erwartungen.
Für FLINTA*-Personen ist Selbstbestimmung besonders wichtig, weil sie historisch und strukturell häufig von Entscheidungen ausgeschlossen, kontrolliert oder diskriminiert werden. Viele erleben diese Diskriminierung auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Das erschwert ihre Selbstbestimmung, denn sie stoßen auf gleichzeitig mehrere strukturelle Barrieren, die ihr Handeln und ihre Teilhabe begrenzen.
Im feministischen Kontext ist Selbstbestimmung zentral, denn sie bildet die Grundlage für Gleichberechtigung und Freiheit. Nur wer selbstbestimmt handeln kann, kann sein Leben eigenständig gestalten und die eigene Stimme einbringen.
Save the date
Am 23. Februar treffen wir uns ab 17:30 Uhr für einen FLINTA*-bandentisch im „Café die Schwestern“ in Gostenhof in der Kernstr. 36. Wir wollen euch kennenlernen und uns mit euch zum Thema Selbstbestimmung austauschen.

Wahlen am 8. März 2026
Es nervt uns, dass die Kommunalwahlen 2026 genau am internationalen feministischen Kampftag stattfinden werden. Dieser Tag sollte ausschließlich den FLINTAs gehören, ein Tag, der für Gleichstellung, Selbstbestimmung und Solidarität steht.
Gerade angesichts von Diskriminierung, Gewalt, fehlenden Schutzräumen und strukturellen Barrieren zeigt sich, wie entscheidend politische Entscheidungen für ein gerechtes und sicheres Leben sind.
Deshalb ist es umso wichtiger, am 8. März wählen zu gehen – und bewusst feministische Vereine wie die politbande zu unterstützen. Indem wir am 8. März politbande wählen gehen, verbinden wir feministische Protest- und Erinnerungskultur direkt mit politischer Wirkung. So wird der Kampftag zu einem Ort, an dem wir sowohl sichtbar für unsere Rechte eintreten als auch konkrete Veränderungen anstoßen.
Wir als politbande arbeiten täglich daran, das umzusetzen, wofür wir gewählt wurden. Deswegen: raus am 8. März auf die Straße und politbande wählen!
Ciao und bis zum nächsten Mal,
eure politbande

Foto: Leon Greiner